Leeres Notizbuch

Leeres Notizbuch

Ein leeres Notizbuch ist mehr als nur ein Stapel Papier in Bindung, es ist ein Vorhaben, ein Versprechen oder eine Hoffnung darauf, es zu befüllen. Mit Leben, irgendwie, auf welche Art auch immer.

Mit was genau, das ist oft beim Kauf ja noch gar nicht klar. Das Buch war eben besonders schön oder besonders preiswert, oder aus sonstigen Gründen besonders ansprechend. Dann musste es einfach mit, ohne wenn und aber.

Irgendwie geschieht es dann, auf Dauer, nach einer Weile, vollkommen rätselhaft, dass sich die Dinger stapeln und immer noch keinen Bestimmungszweck haben. Vielleicht sind sie ZU schön, um sie einfach vollzukritzeln, oder das Papier stellte sich als zu dünn heraus, oder… naja, oder der richtige Zweck ist doch noch nich vorbeigekommen.

Ich sammle gern Ideen, was mit leeren Notizbüchern so gemacht werden kann. Einige probiere ich aus und verwerfe sie wieder, manchmal reiße ich dann sogar Seiten aus einem Buch heraus, manchmal fange ich auch einfach danach mit was anderem an.
Wenn ich eine neue Idee ausprobiere, mache ich das meist am liebsten in einem Buch, das weder teuer war noch besonders schön ist, dann ist es nämlich nicht so schlimm, wenn ich nicht dabei bleibe. Blöd ist nur, wenn ich dabei bleibe, denn dann muss ich das Buch ja erst füllen, bevor ich ein neues hernehmen kann…

Irgendwie habe ich auch einen ganzen Stapel angefangener Bücher, bei denen ich noch nicht weiß, wie es weiter geht. Aber eigentlich ist das ja auch schön in so einem Buch, wenn die Entwicklung hin zu dem, was letztendlich der Sinn und Zweck des Buches werden sollte, sich darin wiederspiegelt.

Oder?

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